Glossar

A

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1TR6

Bei 1TR6 handelt es sich um eine Richtlinie der Deutschen Telekom AG für ISDN-Endgeräte mit S0-Schnittstelle, die das D-Kanal-Protokoll definiert.

Adaptives Modem

So heißt ein Modem, das sich selbsttätig an die Übertragungsgeschwindigkeit der Gegenstelle anpaßt.

ARP

Address Resolution Protocol ist ein Protokoll der TCP/IP-Protokoll-Familie. Durch ARP werden IP-Adressen auf zugehörige MAC-Adressen abgebildet.

ASCII

Der American Standard Code for Information Interchange ist der international gebräuchlichste Code zur Darstellung eines 128 Zeichen umfassenden Alphabets. Er wird auch als Standard-ASCII bezeichnet, im Gegensatz zu Extended ASCII, einer Erweiterung des Codes um internationale Sonderzeichen und Grafiksymbole auf 256 Zeichen (auch IBM-Zeichensatz genannt). Während Standard-ASCII mit einer Wortlänge von 7 Bits dargestellt werden kann (27 = 128), ist für extended ASCII eine Wortlänge von 8 Bits erforderlich (28 = 256).

Asynchrone Übertragung

Bei der seriellen Datenübertragung wird ein Verfahren zur Herstellung des Gleichlaufs zwischen Sender und Empfänger benötigt, um den Empfänger in die Lage zu versetzen, Anfang und Ende eines übertragenen Zeichens zu erkennen. Zu dieser Strukturierung wird bei der asynchronen Übertragung jedes zu sendende Byte mit einem Startbit und einem oder zwei Stopbit markiert. Dieses Start-Stop-Verfahren gehört besonders im Bereich der Microcomputer zu den am häufigsten verwendeten Übertragungsverfahren, da es technisch, im Gegensatz zur synchronen Übertragung, relativ einfach zu realisieren ist.

AT-Befehlssatz

"Intelligente Modems" können Verbindungen automatisch aufbauen und Anrufe entgegennehmen. Für die Syntax der hierzu erforderlichen Modem-Steuerbefehle hat sich weltweit die sogenannte erweiterte AT-Kommandosprache (AT = Befehlspräfix ATtention) etabliert.

AUI

Attachment Unit Interface. Schnittstelle für allgemeine Netzwerkanschlüsse.

B

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Basisanschluß

ISDN-Teilnehmeranschluß mit zwei Basiskanälen (B-Kanal;je 64.000 bit/s) und einem Signalisierungskanal (D-Kanal, 16.000 bit/s). Schnittstelle des Basisanschlusses zum Teilnehmer ist die S0-Schnittstelle.

Basisband

In einem Basisband werden digitale Signale direkt in Form von Impulsen in das Kabel eingespeist, d.h. die Signale werden unmoduliert transportiert. Bei der Übertragung belegen die Signale die gesamte Bandbreite des Kabels und erfordern dadurch eine Kollisionserkennung (CSMA/CD). Ein klassisches Beispiel für ein Basisband-LAN ist das Ethernet.

Basiskanal

ISDN-Übertragungskanal (auch B-Kanal oder Nutzkanal) zur Übertragung von Nutzdaten mit einer Übertragungskapazität von 64.000 bit/s.

Baud

Baud (Abkürzung: Bd) ist die Einheit der Schrittgeschwindigkeit (1 Bd = 1 Schritt pro Sekunde), d.h. der Häufigkeit der Zustandsänderungen auf einem Übertragungskanal pro Sekunde. Die Einheit Baud wird irrtümlich oft gleichgesetzt mit der in bit/s gemessenen Übertragungsgeschwindigkeit. Bei Signalen, die nur zwei Zustände kennen, ist die Schrittgeschwindigkeit identisch mit der Übertragungsgeschwindigkeit. Bei Geschwindigkeiten über 1200 bit/s werden in der Regel pro Schritt vier, acht oder noch mehr Bits übertragen, so daß die Schrittgeschwindigkeit in diesen Fällen niedriger ist als die Übertragungsgeschwindigkeit. Beispiel: V.32 = Schrittgeschwindigkeit 2400 Baud, Übertragungsgeschwindigkeit 9600 bit/s.

BIBA

Beim Bilingualen Basisanschluß stehen an einem ISDN-Anschluß die beiden in Deutschland verwendeten D-Kanal-Protokolle (1TR6 und DSS1) gleichzeitig zur Verfügung. Somit können an diesem Anschluß sowohl ältere Geräte mit 1TR6 als auch neuere Geräte mit Euro-ISDN eingesetzt werden (bis 31.12.2000).

bit/s

bit pro Sekunde (engl. bps = bits per second). Einheit der Datenübertragungsgeschwindigkeit. Nicht zu verwechseln mit Baud.

B-Kanal

Siehe Basiskanal

Break

Unterbrechungssignal.

Bridge

Eine Bridge (Brücke) ist eine Verbindung zweier Netzwerke mit gleicher Layer-2-Struktur im OSI-Modell. Eine solche Bridge kann aus zwei Geräten bestehen, die über eine Datenübertragungsstrecke miteinander verbunden sind. Diese Konstellation wird Remote Bridge genannt.

Burst Mode

Eine spezielle Art des Datenpakettransportes in Novell-Netzwerken, bei dem mehrere Datenpakete hintereinander ohne Empfangsbestätigung übertragen werden.

C

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CAPI

Common ISDN Application Programming Interface. Hierbei handelt es sich um eine von deutschen ISDN-Adapter-Herstellern in Zusammenarbeit mit dem FTZ entwickelte Software-Schnittstelle zwischen ISDN-Adaptern und ISDN-Anwendungssoftware. Als Anwendungsschnittstelle werden die standardisierte CAPI-Schnittstellen Version 1.1 und 2.0 unterstützt. Damit ermöglicht die ISDN-Adapterkarte den Einsatz speziell für ISDN entwickelter Standardsoftware im Bereich Btx, Fax Gruppe 3 und 4, Datenübertragung, Fernwartung und Dateitransfer.

CCITT

Siehe ITU-T

CEPT

Conférence Européenne des Postes et des Télécommunications = Europäisches Gremium zur Festlegung von Normen für die Telekommunikation.

Client

Arbeitsplatzrechner. Ein Client (engl. für "Kunde") ist ein Nutzer eines von einem Server angebotenen Dienstes.

CLIP

Caller Line Identification Parameter. Rufnummer des Anrufers, die im ISDN mitübertragen werden kann.

CSMA/CD

Carrier Sense Multiple Access with Collision Detection = Vielfachzugriff mit Leitungsabfrage und Kollisionserkennung. Bei Anwendung dieses Netzwerk-Zugangsverfahrens prüfen die Stationen von Beginn der Übertragung, ob der Kanal sendebereit ist. Wird eine Kollision festgestellt, weil zwei Stationen gleichzeitig senden wollen, wird die Sendung von beiden beendet. Ein erneuter Sendeversuch erfolgt nach einer zufälligen Wartezeit.

 

D

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Datenflußkontrolle

Modems mit Datenflußkontrolle verfügen über einen integrierten Empfangs- und Sendepuffer, um in fehlerkorrigierenden Modems den Datendurchsatz zu optimieren. Die beiden wichtigsten Kontrollverfahren, auch Handshake genannt, sind die Hardwaresteuerung mit den Signalen RTS und CTS sowie die Softwaresteuerung mit den Zeichen XON und XOFF.

Datenformat

Damit bei einer asynchronen Übertragung zwischen zwei Datenstationen ein Datenaustausch stattfinden kann, müssen Vereinbarungen über die Länge und Strukturierung der zu übertragenen Zeichen getroffen werden. Diese Spezifizierung nennt sich Datenformat. Die gebräuchlichsten Datenformate bei asynchroner Übertragung sind: 8N1 (1 Startbit, 8 Datenbits, kein Paritätsbit und 1 Stopbit = 10 Bits pro Zeichen) und 7E1 (1 Startbit, 7 Daten-bits, 1 Paritätsbit (gerade Parität) und 1 Stopbit = 10 Bits pro Zeichen).

Datenpaket

Ein Datenpaket enthält eine vom Datennetz vorgeschriebene Anzahl von Zeichen (Steuerbefehlen) zur Übermittlung von Daten.

D-Kanal

Siehe Steuerkanal

Download

Download ist ein Dateitransfer, bei dem eine von der Gegenseite gesendete Datei empfangen und abgespeichert wird.

DSS1

Vom ETSI erarbeiteter europäischer Standard für das D-Kanal-Protokoll (auch Euro-ISDN). Seit Ende 1993 ist dieser Standard in Deutschland eingeführt und soll den Standard 1TR6, der Deutschen Telekom AG ersetzen. Für eine Übergangszeit werden ISDN-Anschlüsse verfügbar sein, die beide Standards unterstützen.

Duplex

In dieser Betriebsart (auch Vollduplexverfahren oder Gegenbetrieb) ist gleichzeitiges Senden und Empfangen möglich. Beim Halbduplexverfahren (auch Wechselbetrieb) erfolgt die Datenübertragung ebenfalls in beiden Richtungen. Allerdings können zwei miteinander verbundene Systeme nicht gleichzeitig, sondern nur abwechselnd in einer Richtung senden bzw. empfangen. Im Simplexbetrieb kann generell nur in einer, vorher festgelegten, Richtung gesendet werden, d.h. ein Dialogverkehr ist nicht möglich

 

E

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EAZ

Die Endgeräteauswahlziffer dient beim 1TR6-Protokoll der Unterscheidung verschiedener Endgeräte, die am gleichen ISDN-Basisanschluß angeschlossen sind. Diese Ziffer wird vom Anrufer als letzte Ziffer an die Rufnummer angehängt.

Effektive Transferrate

Die effektive Transferrate muß unterschieden werden von der Übertragungsgeschwindigkeit. Die Übertragungsgeschwindigkeit gibt die Anzahl der pro Sekunde physikalisch über eine Datenleitung gesendeten Bits als eine theoretische, maximale Größe an. Die Transferrate dagegen ist ein Maß für die durchschnittliche Anzahl der tatsächlich übertragenen Nutzdaten pro Zeiteinheit. Durch zusätzlich zu übertragende Steuerdaten oder Protokollroutinen kann die nominelle Übertragungsgeschwindigkeit gemindert werden. Durch Verwendung von Datenkompressionsverfahren kann die effektive Geschwindigkeit aber auch auf ein Vielfaches der Übertragungsgeschwindigkeit gesteigert werden.

Endgeräteauswahlziffer

Siehe EAZ

Ethernet-Netzwerk

Ein Ethernet-Netzwerk ist ein Bussystem mit CSMA/CD-Zugriff und Basisbandübertragung. 1979 wurde dieses lokale Netzwerk von den Firmen DEC, Intel und Xerox entwickelt. Als eines der ersten LANs wurde es zum De-Facto-Standard und vom IEEE (Institute of Electronical and Electronics Engineers) als Standard übernommen (Norm 802.3). Die Übertragung erfolgt auf Koax-, Twisted Pair-, Lichtwellenleiter oder anderen Übertragungsmedien mit 10 Mbit/Sekunde.

ETSI

European Telecommunications Standards Institute = Europäisches Institut für Telekommunikationsstandards. Von diesem Normungsgremium wurde ein europäischer Standard für das D-Kanal-Protokoll erarbeitet (DSS1).

Euro-ISDN

Siehe DSS1

 

 

 

 

F

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FOSSIL

Fido/Opus/SEAdog Standard Interface Layer wurde als Standard für den Einsatz hardwareunabhängiger Schnittstellen im Bereich Datenkommunikation entwickelt und wird von einer Vielzahl von Kommunikationsprogrammen (z.B. Telix, Telemate, Frontdoor oder Binkly) über entsprechende FOSSIL-Treiber (z.B. ATCAPI oder cFos) unterstützt.

Frequenzwahl

Bei diesem analogen Wahlverfahren, das auch als Mehrfrequenzwahl (MFV) oder Tonwahl bezeichnet wird, wird jede Wählziffer durch ein bestimmtes Frequenzpaar vertreten. Ist während der Wahl also eine Folge unterschiedlicher, kurzer Pfeiftöne zu hören, handelt es sich um Frequenzwahl. Das Frequenzwahlverfahren ist wegen seiner Schnelligkeit der herkömmlichen Impulswahl überlegen.

 

G

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Gateway

Als Gateway wird Hard- und Software bezeichnet, die zwei unterschiedliche LANs oder WANs
miteinander verbindet.

H

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HDLC

High Level Data Link Control. Format eines Datenpaketes, das über eine CRC-Berechnung gesichert wird.

Host

Als Host (engl.: Wirt) werden Zentralrechner bezeichnet, die für andere Einheiten (z.B. Terminals) bestimmte Funktionen wie beispielsweise die Speicherung von Daten übernehmen.

 

I

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ICMP

Internet Control Message Protocol. Ein Protokoll in der TCP/IP-Welt, um Status- und Fehlermeldungen übertragen zu können.

Impulswahl

Bei diesem analogen Wahlverfahren wird jede gewählte Ziffer in eine Zahl von Impulsen gewandelt. Ist während der Wahl also ein "Rattern" zu hören, handelt es sich um Impulswahl (IWV).

Inband-Konfiguration

Bei der Inband-Konfigurtion erfolgt der Datenaustausch mit dem zu konfigurierenden Gerät über einen direkten Netzanschluß (LAN oder WAN). Störungen des Netzanschlusses führen dabei zum Verlust der Konfigurationsverbindung.

Internet

Das Internet ist ein weltweiter Zusammenschluß aller Netzwerke, die über TCP/IP
miteinander verbunden sind.

IP

Internet Protocol ist eine Anfang der siebziger Jahre vom DoD (Department of Defense, US-Verteidigungsministerium) entwickelte umfangreiche Protokollfamilie zur Verbindung heterogener Wide Area Networks (WANs).

IPX

Internet Packet eXchange. Ein von Novell definiertes Transportprotokoll zur Übertragung von Daten über ein Netzwerk. Auf einem PC wird dieses Protokoll durch den Treiber IPX.COM realisiert.

IPX-Watchdog

Datenpakete, die zur Überwachung einer Workstation vom Server in bestimmten Zeitintervallen verschickt werden (Watchdog = "Wachhund"). Antwortet eine Workstation nicht, wird diese automatisch abgemeldet.

ISDN

Integrated Services Digital Network = Diensteintegrierendes digitales Telekommunikationsnetz.

ISO

International Standardization Organization. Die ISO ist eine internationale Organisation, die die Entwicklung weltweiter Normen - für alle Sachgebiete - koordiniert und für deren Veröffentlichung sorgt. Ihre Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute wie beispielsweise DIN (Deutschland), ANSI (USA), BSI (Großbritannien) oder AFNOR (Frankreich).

ITU-T

Der Standardisierungssektor Telekommunikation der International Telecommunications Union (ITU) befaßt sich mit der Standardisierung der Daten- und Fernsprechdienste. Empfehlungen des ITU-T sind die V.-Serien für Datenübertragungen im Telefonnetz sowie I.- und Q.-Serien für den ISDN-Bereich. ITU-T ist die Nachfolgeorganisation des CCITT (Comité Consultatif International Télégraphique et Téléphonique).

 

J

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JEIDA

Die Japanese Electronic Industry Development Association ist das japanische Gegenstück zur PCMCIA und stimmt ihre Peripheriekartenstandards mit dieser ab. JEIDA 4.0 entspricht PCMCIA 1.0, und JEIDA 4.1 ist kompatibel zu PCMCIA 2.0.

 

K

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Knoten

Siehe Node

Kommunikationssoftware

Um ein Modem oder einen ISDN-Terminaladapter über einen Personal Computer ansprechen und z.B. die Übertragungsparameter auswählen oder Dateitransfers (Download, Upload) starten zu können, wird eine geeignete Kommunikationssoftware, ein sogenanntes Terminalprogramm, benötigt. Mit einem solchen Programm wird auf einem PC ein 'intelligentes Terminal' emuliert (nachgeahmt), also eine einfache Eingabe-/Ausgabeeinheit, die über Zusatzfunktionen zum Speichern empfangener bzw. Übertragen gespeicherter Daten verfügt.

L

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LAN

Local Area Network (Lokales Netzwerk). Laut ISO ist ein lokales Netzwerk "ein innerhalb von Grundstücksgrenzen unter rechtlicher Kontrolle des Benutzers befindliches Netzwerk für die bitserielle Übertragung von Informationen zwischen dessen unabhängigen, miteinander gekoppelten Elementen." Ein lokales Netzwerk ist also ein örtlich stark eingeschränktes Netzwerk, das meistens innerhalb eines Gebäudes oder eines Firmensitzes installiert ist.

Line-on-Demand

Verbindungsaufbau auf Anforderung.

Login

Durch eine Login-Prozedur (auch Logon-Prozedur) muß sich ein System-Benutzer durch Eingabe einer registrierten Benutzerkennung erst identifizieren und über ein Passwort seine Zugangsberechtigung nachweisen, bevor er die Dienste eines Hosts nutzen kann.

 

M

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MAC

Media Access Control = Zugriffssteuerung auf das Medium. Von der ISO definierte Unterebene der Schicht 2 des OSI-Modells. Bei Ethernet-Netzwerken gehören die Quell- und Zieladresse sowie der Protokolltyp zu den MAC-Layer-Daten.

Mailbox

(Engl. Electronic Mail System, Bulletin Board System, BBS). Mailboxen sind automatische Nachrichtensysteme, die einen oder mehrere Anschlüsse an das Telefonnetz und/oder an das DATEX-P-Netz und/oder ISDN haben. Die Benutzer einer Mailbox können sich in der Regel gegenseitig Nachrichten zukommen lassen und nutzen die Mailbox als Kommunikationsforum. Außerdem bieten Mailboxen häufig Programm- und Informationsbibliotheken zu den verschiedensten Sachgebieten an.

MNP

Durch die Rausch- und Verzerrungseigenschaften des Telefonnetzes können traditionelle Modems keine perfekte, fehlerfreie Übertragung gewährleisten. Das Microcom Networking Protocol (MNP) ist ein Fehlerkorrekturverfahren, mit dem auch auf gestörten Telefonleitungen 100% fehlerfreie Übertragung möglich ist. Dieses Verfahren wird weltweit bereits in über 1 Million Modems angewandt. Es darf nur von Modemherstellern verwendet werden, die von der Firma Microcom, dem Entwickler von MNP, hierzu lizensiert sind. Neben dem Fehlerkorrekturprotokoll verfügt MNP Klasse 5 außerdem über ein Verfahren zur Datenkompression, so daß die effektive Übertragungsgeschwindigkeit um Faktoren zwischen 1,3 und 2,0 erhöht werden kann. Bei einer physikalischen Verbindung mit 14.400 bit/s kann also ein Datentransfer mit 28.800 bit/s erreicht werden. Sollen Dateien übertragen werden, die bereits komprimiert sind (z.B. *.ZIP , *.ARC), sollte MNP Klasse 4 verwendet werden. Durch MNP5 kann bei diesen Dateien keine wesentliche zusätzliche Komprimierung mehr erreicht werden und das Kompressionsverfahren wirkt sich möglicherweise sogar geschwindigkeitsmindernd aus.

MSN

Multiple Subscriber Number = Mehrfachrufnummer. Beim DSS1-Protokoll können einem ISDN-Anschluß mehrere Rufnummern von der zuständigen Vermittlungsstelle zugewiesen werden. In der Regel sind dies drei Rufnummern, maximal jedoch acht. Über diese Rufnummern können, ähnlich wie beim 1TR6-Protokoll über die EAZ, gezielt Endgeräte an der S0-Schnittstelle angesprochen werden. Im Gegensatz zur einstelligen EAZ, die an die eigentliche Rufnummer angehängt wird, kann die MSN aus maximal acht Ziffern bestehen.

Multicast

Multicasts sind spezielle Datenpakete in Netzwerken, die an alle empfangsbereiten Stationen einer Gruppe gerichtet sind.

Multiple Subscriber Number

Siehe MSN

N

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Netzwerk

Ein Netzwerk ist ein Mehrbenutzer- und Mehrfunktionssystem einer Gruppe von Computersystemen und Terminals zur gemeinsamen Nutzung von Informationen und Ressourcen, die über Kommunikationsleitungen miteinander verbunden sind.

NT

Network Terminator = Netzabschluß. Dieser beim Teilnehmer installierte Netzabschluß für den ISDN-Basisanschluß setzt die Signale der Telekom-Vermittlungsstelle auf die S0-Schnittstelle um und umgekehrt.

 

O

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OSI

Open System Interconnection = offene Kommunikationssysteme. Von der ISO (International Standardization Organization) entwickeltes Referenzmodell für Netzwerke zur Festlegung der Schnittstellen-Standards zwischen Computerherstellern für den Bereich der Hard- und Software-Anforderungen.

Outband-Konfiguration

Bei der Outband-Konfiguration (auch Out-of-Band-Konfiguration) erfolgt der Datenaustausch mit dem zu konfigurierenden Gerät über eine serielle V.24-Schnittstelle. Die Konfigurationsverbindung bleibt auch bei Störungen eines Netzanschlusses erhalten.

 

P

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Paritätsbit

Das Paritätsbit ist ein Kontrollbit, das bei einem Datentransfer zusätzlich zu den Nutzdaten übertragen wird. Die auf logisch 1 gesetzten Bits werden mit dem Paritätsbit auf eine gerade (even) oder ungerade (odd) Bitsumme ergänzt. Die Paritätsprüfung ist ein Verfahren zur Fehlererkennung. Die Effektivität dieser Prüfung ist jedoch sehr zweifelhaft, da z.B. Doppelfehler nicht erkannt werden können. In der Datenfernübertragung wird deswegen meist die Einstellung "keine Parität" gewählt, was sich außerdem positiv auf die Übertragungsgeschwindigkeit auswirkt, da kein zusätzliches Paritätsbit übertragen werden muß.

PCMCIA

Die Personal Computer Memory Card International Association ist eine nichtkommerzielle Vereinigung von mittlerweile mehr als 250 Herstellern zur Definition eines Industriestandards für Speicherkarten und andere Peripheriegeräte im Scheckkartenformat. Der erste Standard, PCMCIA 1.0, wurde 1990 zur Standardisierung von Speicherkarten verabschiedet. Der 1991 verabschiedete aktuelle Standard PCMCIA 2.0 (genauer: 2.01) ermöglicht zusätzlich die Datenein- und -ausgabe und ist daher auch für Modems, Festplatten etc. geeignet. Hierbei sind drei Typen von PCMCIA 2.0-Steckplätzen zu unterscheiden: Typ I eignet sich für Karten bis 3,3 mm Dicke (in der Regel Speicherkarten), Typ II erlaubt Abmessungen bis 5 mm Höhe (viele Modem- und Netzwerkkarten), Typ III ist z.B. für Festplatten (bis 10,5 mm Bauhöhe) geeignet. PCMCIA 2.0-Steckplätze sind kompatibel zu JEIDA 4.1-Steckplätzen.

Primärmultiplexanschluß

ISDN-Anschluß mit 30 Basiskanälen (je 64.000 bit/s) und einem Signalisierungskanal (64.000 bit/s). Diese ISDN-Anschlußvariante wird z.Zt. nur für größere Nebenstellenanlagen verwendet.

Proxy-ARP

Mit Proxy-ARP wird erreicht, daß Stationen, die normalerweise direkt an ein lokales TCP/IP-Netzwerk angeschlossen werden und deshalb eine lokal passende IP-Adresse besitzen, auch über einen Router über eine WAN-Verbindung erreichbar sind. Der Router gibt sich bei einer ARP-Rundfrage im lokalen Netzwerk als das remote Gerät aus, gibt also seine eigene MAC-Adresse preis. Anschließend kann er die Datenpakete empfangen und zur remoten Seiten schicken.

 

R

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RARP

Reverse Address Resolution Protocol. Ein Protokoll der TCP/IP-Protokollfamilie. Mit diesem Protokoll werden MAC-Adressen auf IP-Adressen abgebildet.

RIP

Remote Imaging Protocol. Ein als Scriptsprache realisierter Standard für grafische, mausgesteuerte Mailbox-Oberflächen. Wird u.a. von den Terminalprogrammen Telix für Windows und RIPterm unterstützt.

RIP

Routing Information Protocol. Dient in Netzwerken (z.B. NetWare-IPX) zur Verbreitung von Informationen für Router.

Router

Ein Router ist ein Gerät zur Verbindung zweier Netzwerke mit gleicher Layer-3-Struktur im OSI-Modell. Ein solcher Router kann aus zwei Geräten bestehen, die über eine Datenübertragungsstrecke miteinander verbunden sind. Diese Konstellation wird auch Remote-Router genannt.

 

S

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S0-Schnittstelle

Schnittstelle des ISDN-Basisanschlusses zum Teilnehmer. Bei dieser Schnittstelle handelt es sich um einen Bus, an den bis zu acht ISDN-Endgeräte angeschlossen werden können. Bis zu 12 Steckdosen können an diesem Bus installiert sein.

SPV

Semipermanente Verbindung = vorbereitete Dauerwählverbindung. Eine semipermanente Verbindung wird zur Zeit nur für das 1TR6-Protokoll angeboten und kann zwischen zwei beliebigen ISDN-Anschlüssen eingerichtet werden. Die Einrichtung erfolgt dabei für jeden B-Kanal getrennt. Sobald die semipermanente Verbindung aktiv ist, wird nicht mehr im Zeittakt abgerechnet, sondern über einen monatlichen Pauschalbetrag. Dadurch können im Einzelfall Gebühren gespart werden.

SPX

Sequenced Packet eXchange. Ein von Novell definiertes Protokoll zur gesicherten Übertragung von Daten im Netzwerk. Auf einem PC wird dieses Protokoll durch den Treiber NETX.COM (o.ä.) realisiert.

SPX-Watchdog

Pakete, die zur Überwachung einer SPX-Verbindung vom Server in bestimmten Zeitintervallen verschickt werden (Watchdog = Wachhund).

Standleitung

Eine Standleitung ist eine feste (stehende) Verbindung zwischen zwei Teilnehmern, die ausschließlich von diesen beiden Teilnehmern genutzt werden kann.

Steuerkanal

ISDN-Signalisierungskana
l (D_Kanal) zur Übertragung von Steuerinformationen (z.B. die Meldung eines ankommenden Rufes o.ä.) zwischen ISDN-Anschluß und Vermittlungsstelle mit einer Übertragungskapazität von 16.000 bit/s bei Basisanschlüssen
bzw. 64.000 bit/s bei Primärmultiplexanschlüssen.

Sysop

Kürzel für System Operator, den Administrator bzw. Betreiber einer Mailbox oder einer Datenbank.

 

T

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TA

Siehe Terminal-Adapter

TAE6

Abkürzung für Telekommunikations-Anschluß-Einheit, 6polig. Die von der Deutschen Telekom für das Telefonnetz bereitgestellte Anschlußdose hat die Bezeichnung TAE6-F für Telefone bzw. TAE6-N für Modems, Faxgeräte, Anrufbeantworter oder Gebührenzähler.

TCP/IP

Transmission Control Protocol/Internet Protocol. Eine Anfang der siebziger Jahre vom DoD (Department of Defense, US-Verteidigungsministerium) entwickelte umfangreiche Protokollfamilie zur gesicherten Verbindung heterogener Wide-Area-Networks (WANs). Die beiden Fundamente dieser Protokollfamilie sind das IP, welches die Schicht 3 des OSI-Modells implementiert, und dessen Analogon TCP für die vierte Schicht.

TEI

Terminal Endpoint Identifier. Dies ist ein mit der Vermittlungsstelle ausgehandeltes Kennzeichen im D-Kanal-Protokoll zur Unterscheidung verschiedener Endgeräte an einer S0-Schnittstelle.

Terminal-Adapter

Terminal-Adapter (TA) sind Anpassungsgeräte zum Anschluß nicht ISDN-fähiger Geräte an ISDN. Mit einem Terminal-Adapter a/b können z.B. Geräte im ISDN eingesetzt werden, die für den Betrieb im analogen Telefonnetz konzipiert wurden (analoge Telefone, Faxgeräte der Fax Gruppen 2 und 3, Modems etc.). V.24-Terminal-Adapter ermöglichen z.B. einem PC über die serielle V.24-Schnittstelle den Zugang zu ISDN.

Terminal Endpoint Identifier

Siehe TEI

Terminalprogramm

Siehe Kommunikationssoftware

Token Access

Token Access ist ein kollisionsfreies Zugangsverfahren zur Informationsübertragung in lokalen Netzwerken (LANs).

Tonwahl

Siehe Frequenzwahl

Transceiver

Signalwandler (Transmitter/Receiver = Sender/Empfänger). Ein Transceiver ist ein Gerät, das ein Eingangssignalformat auf ein anderes Ausgangsformat umwandelt.

U

 A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | W | X | Z 

UART

Ein UART (Universal Asynchronous Receiver/Transmitter) ist ein universeller Baustein, der parallele Übertragungswege an serielle anpaßt und umgekehrt. Personal Computer verwenden an ihren seriellen Schnittstellen üblicherweise asynchrone Schnittstellenbausteine, z.B. zur Modem-Kommunikation. Für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten (etwa ab 19.200 bit/s) ist ein UART mit FIFO-Puffer erforderlich (Typ 16550).

Übertragungsprotokoll

Um Dateien von einem Rechner zum anderen zu übertragen, gibt es eine Reihe von Übertragungsprotokollen, die einen reibungslosen Dateitransfer gewährleisten sollen. Im Laufe der Zeit wurden Protokolle unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und Komfortabilität entwickelt. Prinzipielle Funktions- weise: In der Regel werden Daten blockweise übertragen und auf der Gegenseite durch Prüfverfahren auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit getestet. Wird ein Übertragungsfehler festgestellt, wird der defekte Block nochmals angefordert.

UDP

User Datagram Protocol. Trägt zur Übertragung von Daten von bestimmten Diensten in IP-Netzwerken bei, sorgt allerdings im Gegensatz zu TCP nicht für eine gesicherte Datenübertragung.

UNIX

Ein Betriebssystem für leistungsfähige Microcomputer, Computer und Großrechner, das von AT&T entwickelt wurde. UNIX wurde von vornherein auf Netzwerke ausgelegt.

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Upload ist ein Dateitransfer, bei dem eine Datei zu einer anderen Datenstation (z.B. einer Mailbox) gesendet und dort abgespeichert wird.

 

V

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V.Fast Class

Von Rockwell im Vorgriff auf V.34 (V.fast) definiertes Modulationsverfahren mit Bitraten von 16.800 bit/s bis 28.800 bit/s, das mit variabler Geschwindigkeit arbeitet und sich in Schritten von 2400 bit/s an die vorgegebenen Leitungsverhältnisse anpaßt. Die Modems messen jede Verbindung aus und ermitteln so das jeweils passende Übertragungsverhalten.

V.-Serie

Die ITU-T-Empfehlungen der V.-Serie umfassen Empfehlungen für die Datenübertragung in Fernsprechnetzen. V.21 beschreibt das Verfahren für 300 bit/s duplex; V.22bis für 1200 bit/s und 2400 bit/s duplex; V.23 für 1200 bit/s halbduplex, 1200/75 bit/s und 75/1200 bit/s duplex; V.32 für 4800 bit/s und 9600 bit/s duplex; V.32bis für Geschwindigkeiten bis 14.400 bit/s duplex und V.34 für Geschwindigkeiten bis 28.800 bit/s duplex.

V.110

Empfehlung des ITU-T zur Anpassung serieller asynchroner und synchroner Datenströme an die ISDN-Bitrate von 64 kbit/s zur Übertragung im ISDN-B-Kanal (wird auch I.463 genannt).

V.42, V.42bis

Bei V.42 bzw. V.42bis handelt es sich um ein Fehlerkorrektur- bzw. Datenkompressionsverfahren, das die ITU-T verabschiedet hat. V.42bis beinhaltet ein Datenkompressionsverfahren, das eine Erhöhung des Datendurchsatzes bis auf das Vierfache ermöglicht.

VLM

Virtual Loadable Module. Dieses Programm stellt die Schnittstelle zwischen Anwendungsprogrammen und dem Netzwerk-Betriebssystem NetWare von Novell dar.

W

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WAN

Wide Area Network. Weitverkehrsdatennetze wie beispielsweise das Internet oder Verbindungen über ISDN-Geräte.

Watchdog

Siehe IPX-Watchdog, SPX-Watchdog

Workstation

Bezeichnung für einen Arbeitsplatzrechner.

X

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X.75

Empfehlung des ITU-T zur gesicherten Übertragung von Daten nach dem HDLC-Übertragungsformat im ISDN-B-Kanal.

XModem

XModem ist ein Übertragungsprotokoll mit automatischer Fehlererkennung und Fehlerkorrektur. Die Datenübertragung erfolgt in Blöcken mit einer Größe von 128 Bytes. Wird ein Übertragungsfehler erkannt, wird der fehlerhafte Block erneut gesendet. XModem gehört zu den weltweit meistverwendeten Protokollen, das von vielen Standard-Terminalprogrammen unterstützt wird, aber inzwischen in seiner Leistungsfähigkeit von moderneren Protokollen wie ZModem überholt wurde.

Z

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ZModem

ZModem ist ein sehr schnelles und sicheres Übertragungsprotokoll. Es ist eines der wenigen Protokolle, die auf der Duplex-Technik basieren. Das bedeutet, daß zum Empfang von Quittungen und Fehlermeldungen der Gegenstelle das Aussenden weiterer Datenblöcke nicht unterbrochen werden muß. Die Blocklänge paßt sich dynamisch der Fehlerrate an. Durch diese beiden Maßnahmen erreicht ZModem einen vergleichsweise hohen Datendurchsatz. Weiterhin bietet es Zusatzfunktionen wie die Übertragung von mehreren Dateien im Batch-Betrieb oder die Wiederaufnahme abgebrochener Übertragungen zu einem späteren Zeitpunkt. Besonders geeignet ist ZModem für Übertragungen über Satellitenleitungen oder Netze mit Paketvermittlung (z.B. DATEX-P). ZModem wird von dem Kommunikationsprogramm Telix unterstützt.